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Das wars, ich komme bald nach Hause

Wenn man in Florida herum fährt, sieht man aneinander gereihte Golfplätze. Der ganze Staat ist übersäht mit diesen englischen Rasen und den kleinen Löchern, in die der Ball versenkt werden muss. An jeder Ecke steht ein Möchtegern „Tiger Woods“ mit einem weissen Golffahrzeug. Es gibt Leute, die machen Tag für Tag nichts anderes, als den weissen Ball zu schlagen. Die spinnen komplett, die Florindianer, die haben sogar ein Meer ihrer Golfsucht benannt: Den „GOLF von Mexiko“ :- ) Wenn wir schon bei diesem Golf von Mexiko sind. Angeblich ist unser europäisches Klima abhängig von diesem Golf. Je wärmer der Golf, umso wärmer der Golfstrom, umso wärmer das Klima in der Schweiz. Ich versprach meinen Liebsten in der Schweiz, dass ich den Sommer mit in die Schweiz nehmen werde. Es ist doch allen Lesern klar, dass ich den Sommer nicht einfach in dem Koffer transportieren kann. Trotzdem fand ich, ein Produkt der Einstein-Hirn-Serie ;- ), eine Lösung, wie ich meine Liebsten beglücken kann. Als ich im Golf von Mexiko am Kiten war, musste ich plötzlich pinkeln, und die Zeit reichte nicht aus, mich zur Toilette zu begeben. Ich pinkelte ins Meer. Ich weiss, ich weiss, dass das eine Schande ist, aber seht es positiv: Mein Pinkelwasser war unheimlich warm, womit ich mit dieser Aktion warmes Wasser in den Golf von Mexiko führte und prompt den Golf erwärmte. Was lernten wir über die wärme des Golfs, des Stroms und des Klimas in der Schweiz?!? DER SOMMER KOMMT MIT DEM MARIO IN DIE SCHWEIZ!!!!!!!!!!! :- ) He, nicht lachen, ich versuche wenigstens eine Lösung zu finden!

Nach der längeren Pinkelpause am Golf von Mexiko und in Miami fuhr ich zurück zu meinen Verwandten in Ormond Beach. Wie ich schon erwähnte, leben meine Verwandten in einem coolen Haus an einem kleinen See gelegen. Mein Götti kaufte Fischerruten für seine Grosskinder, um in diesem See fischen zu können. An einem Abend versuchte ich auch mein Glück als „Fischermann“. Als ich die Fischerrute packte, fragte mich mein Götti ob ich überhaupt wisse, was ich tun müsse, wenn ein Fisch an der Angel sei. „Ich habe keine Ahnung, aber ich denke, ich werde den Fisch mitsamt der Rute zurück in den See werfen“ war meine Antwort. Ich löste die Spindel, holte Anlauf und warf den Köder weit in den See hinaus. Als ich begann, den Köder mit der Spindel zurück zu kurbeln realisierte ich, dass sich mehr Fischerleine von der Spindel löste als ich wollte. Vor allem entfernten sich nicht nur eine Leine sondern vier. Von da an drehte sich das ganze Abenteuer in eine dramatische Geschichte um. Ich versuchte, das ganze Durcheinander zu entwirren, aber irgendwie wurde es immer wie schlimmer. Plötzlich hielt ich einen riesigen Knoten, bestehend aus tausend von kleinen Knoten, in den Fingern. Am Liebsten hätte ich die Rute im See versenkt. Speziell ruhig wurde ich, als meine Tante vom Zaun her fragte „Mario, ist alles in Ordnung?“. Lächelnd antwortete ich mit „aber klar doch, geht nicht mehr lange und die erste Forelle ist in der Pfanne!“ Ich lief ins Haus und holte die Lösung vieler Probleme: Mein Schweizer Sackmesser! Ich schnitt die Leine entzwei und knüpfte das Ding wieder zusammen. Um das ganze Missgeschick zu tarnen, stand ich wieder an den See und tat, als ob ich Fischen würde, lief zurück zum Haus, sass mich neben meinem Götti hin, trank mit ihm ein Bier, assen Kuchen und diskutierten dabei, wie wir unsere Bauchumfänge verkleinern könnten.
Ich bin mir nicht sicher, was ich in diesem See fangen würde. Die Möglichkeit ist gross und geht von Alligator über Fisch bis hin zu Wasserschlangen.

Zum Thema Bauchumfang muss ich euch was verraten: Ich versprach meiner Freundin, dass ich nach diesen fünf Monaten einen Körper wie ein männlicher Stripper haben würde (nur der Körper, das Hirn nicht). Rahel, ich verfehlte das Ziel knapp. Der Waschbrettbauch ist fast da. Altersbedingt ist das Brett einfach ein wenig durchgebogen. Die Biegung ist stark von der Seite her betrachtet zu erkennen, von vorne nicht. Ich zitiere in diesem Bereich meinen Götti: „Mario, als ich Jung und Sportler war, musste ich auf meine Linie achten. Heute kann ich keinen Sport mehr treiben, warum dann auf die Linie achten?!? :- )“

Es ist soweit. HIERMIT LEST IHR DIE LETZTEN ZEILEN MEINES WEBLOGS. Es war mir eine Ehre, euch während der letzten 5 Monate zu unterhalten. Meine Reise wird mich für die restlichen Tage Richtung Norden, nach Virginia und Maryland führen. Dort werde ich meine Cousine mit ihrer jungen Familie besuchen. Am nächsten Montag trete ich meine letzte Etappe meiner Weltumrundung an. Ich werde Washington D.C. verlassen und am Dienstag, den 25.April 2006 am Morgen früh in Zürich landen.
Dankbar schaue ich auf die erlebnisreichste Zeit meines bisherigen Lebens zurück. Dankbar bin ich, dass ich diese Reise antreten durfte. Dankbar bin ich, dass ich ohne grössere Zwischenfälle Reisen konnte und am Meisten dankbar bin ich, dass mich meine Freundin und die ganze Familie, dabei speziell zu erwähnen meine Eltern und mein Bruder, während 5 Monaten unterbruchlos Haltung gaben.
„Ich will, dass ich von der Weltreise zurück in die Schweiz komme und sagen muss, dass die Schweiz einfach am Schönsten ist“. Dies waren meine Worte, bevor ich die Schweiz verliess und dies sind die Worte, die ich heute bestätigen kann. Ich war in Viet Nam, Thailand, Singapore, Australien, Neuseeland und Amerika. Nirgends ist es so schön wie in der Schweiz. In der Schweiz habe ich Jahreszeiten, Berge, Seen, Käse, Brot, Schokolade und vor allem in der Schweiz, werte Leser, habe ich euch! Ich vermisse euch!

Bis bald

Mario Bernasconi

1 Kommentar 19.4.06 02:55, kommentieren

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