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Zubringerdienst gestattet

*sniff*…..*sniff*…..*sniff* (für die Leser, die nicht wissen, was dieses sniff bedeutet: Wenn jemand am Weinen ist und dann so vor sich hin weint, dann klingt das mit der Nase wie ein gesniffe. Diese Ausdrucksform wird in Comics verwendet)….“sniff“….*sniff“….ICH VERKAUFTE MEIN GÜRKLI!!!!….*buäääääääääää*……*buääääääää*….(diese Ausdrucksform ist das Krampfhafte geweine, oftmals bei Kleinkindern oder jetzt gerade bei mir anzutreffen)….*sniff*….wer ist jetzt noch da und hat mich lieb?!?......macht das Leben überhaupt noch Sinn?!?...*buääääääää*
Am Sonntag, den 26.Februar 2006 begann ich, mein Gürkli für 2200 Dollar auszuschreiben. Wie sich der eine oder andere Leser erinnern kann, kaufte ich mein Gürkli schlussendlich für 2000 Dollar. Bei unserer ersten Werbekampagne beschlossen wir, das Management Komitee „Sale the Gürkli“ und ich, den Gewinn auf 200 Dollar anzusetzen. Mit diesen 200 Dollar würde dann der EBIT relativ hoch ausfallen und über die Laufzeit betrachtet würde der ROS auch relativ eine gute Jahreskennzahl aufweisen. Da staunt ihr jetzt, EBIT und ROS. Ich wollte euch nur mal ein Management geplappere von Grossfirmen näher bringen. Am Ende versteht keine Sau, was der Boss am erzählen ist :- ). Hauptsache es klingt nach Weisheit (oder Weichheit?!?)
Ich hängte in „sämtlichen“ Backpackers von Perth (3 von tausenden) ein Flyer auf, mit einem wunderbaren Foto und wichtigen Kennzahlen zum Gürkli. Nach 48 Stunden meldete sich der erste Interessent. Italiener. Am darauf folgenden Tag traf ich mich mit den beiden Jungs, zeigte ihnen mein Prachtstück von innen und kurvte mit ihnen in der ganzen Stadt herum. Als gelernter Autoverkäufer ;- ) wandte ich sofort sämtliche Tipps und Tricks eines Verkaufsgespräches an: Ich wies nicht speziell auf den Lärm der Bremsen hin, sondern erzählte laut und deutlich, damit sie den Lärm nicht hören, wie man gemütlich mit einer wunderschönen Frau auf der Matratze liegen und die aufgeklebten Sterne am Gürkli-Dach betrachten kann. Diese beiden Italo- Machos (Laut weiblicher Auskunft müssen die Italiener die besten Lover der Welt sein, womit ihr auch begründet habt, warum ich speziell die Sterne am Dach und die Szene mit der Frau schilderte) waren begeistert vom Auto. Sie teilten mir mit, dass sie mich am Abend anrufen und mir Bescheid geben würden.
Das Telefon klingelte und Pizzaiolo teilte mir mit, ob es möglich sei, mein Gürkli bei einer Garage kontrollieren zu lassen. Klar doch, das können wir, wenn du bezahlst.
Am nächsten Tag lud ich die beiden Jungs wieder auf, und wir fuhren zu einer Garage. Nach einem 2-stündigen Cappuccino mit den beiden Jungs konnten wir anschliessend den Statusbericht des Mechanikers in Empfang nehmen: „Das Auto kann jederzeit defekt sein!“ Ha, das war aber wirklich eine Weise Aussage. Das hätte ich glatt nicht gewusst. Die beiden Spaghettis schauten sich an, und teilten mir wieder mit, dass sie den Kauf überdenken müssen. Klar doch, denkt so lange nach wie ihr wollt, Hauptsache ihr kauft den Wagen am Schluss. Am Abend rief mich der Junge an und teilte mir mit, dass sie mein Gürkli kaufen würden. Ich traf mich am nächsten Tag mit Ihnen und der Kauf wurde ohne grosse Zwischenfälle über die Bühne gebracht. Nun musste ich in Australien nicht nur Rahel sondern auch meinem Gürkli auf Wiedersehen sagen. Es ging mir im ersten Augenblick recht mies, denn ich liebte mein Gürkli. Lacht nicht dämlich! Ja, ich weiss dass ich ein sentimentales Weichei geworden bin. Kann ja auch nichts dafür, dass ich in Perth mit fünf Frauen zusammen leben muss. Da färbt schon nach kurzer das emotionale Denken einer Frau ab ;- )!

Jetzt kurvte ich mehr als zwei Monate in Australien herum und sah noch nie ein Verkehrsschild mit der Bedeutung „Zubringerdienst gestattet“. Das folgende Fallbeispiel aus der Schweiz bringt sicher bei manchem Leser Erinnerungen hervor: „Fahrzeug und Führerausweis bitte? … Wohin fahren sie denn?“ „In die Migros“. „Ich muss sie leider darauf hinweisen, dass sie durch eine Zubringerdienst gestattet Zone fahren. Das macht dann 150 Franken Busse!“ „Ja sie, aber wenn ich sämtliche Zubringerdienst gestattet Zonen in Thun umfahren muss um von mir zu Hause in die Migros zu kommen, dann macht das ein Umweg von mehreren Kilometern!“ „Herr….Bernasconi, Gesetz ist Gesetz!“. Wie im Militär, niemand kann erklären warum, darum sagt man einfach „ist so weil ist so!“ Ich frage mich nun, warum haben wir ach so SOZIALEN Schweizer diese Schilder?!? Ich kenne die naturwissenschaftlichen oder politischen Gründe nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass man den Verkehrslärm nicht in den Nebenstrassen / Privatstrassen haben will. Wir Schweizer sind so sozial, wir sagen uns „ich lebe in einer Privatstrasse und diese ist mir, darum sollen die Anderen den Lärm haben“. Wo ist da bitte der soziale Schweizer?!? Abgesehen davon, dass die Benzinpreise seit Monaten unheimlich tief sind, schadet ein unerklärbarer Umweg von mehreren Kilometern auch nicht gross ;- ). Dann haben wir die so umstrittenen Zone 30 Schilder in der Schweiz die dazu führen, dass Kinder ohne zu schauen auf die Strasse rennen, weil sämtliche Fussgängerstreifen wegradiert wurden. Die Aussies haben hier eine Zone 40. Die tritt genau in Kraft, wenn die Kinder zur Schule oder wieder nach Hause gehen. Ansonsten ist 60 erlaubt. Ich persönlich finde das immer wunderschön, in der Schweiz am Morgen um 3 Uhr nach dem Ausgang mit 30 und im zweiten Gang (30 ist genau die Geschwindigkeit, wo weder der dritte noch der zweite Gang richtig passt) lärmend durch die Thuner Strassen zu gurken. Es könnte ja sein, dass Kinder am spielen sind! So, das war die Sicht des Verkehrsministers gewesen. Kehren wir wieder zurück zum schönen Teil meiner Reise.

Donnerstag, der 9. Februar 2006 war der Tag der Abschiedsfeier. Den Nachmittag verbrachten Rahel und ich im Kings Park. Ein gemütlicher Spaziergang tat unseren Seelen gut. Am späteren Nachmittag fuhren wir nach Hause, denn eine Grillparty am See wurde am Vorabend von der Mamma angesagt. Rahel und ich waren zur abgemachten Zeit zu Hause. Ray, Flu und Mihu auch. Jeder war bereit ausser eine Person. Ratet bitte einmal, wer nicht zu Hause war. Um euch auf die Sprünge zu helfen, könnt ihr die letzten Zeile des letzten Webloges durchlesen.
Ivana war’s. Mit 2 Autos fuhren wir an den nächsten See. In meinem Gürkli transportierte ich sage und schreibe 6 Personen. Dort angekommen spielten wir Fussball und assen Hot Dog’s. Ringsum hatte es viele Enten, die hungrig auf essen warteten. Am Tisch erzählte ich meinen Freunden, dass mich als kleiner Junge in Thun ein Schwan beim Füttern in die Finger biss und dass ich noch heute allergisch auf diese Fiecher reagieren würde. Es verging keine viertel Stunde, biss Rahel eine Ente in den Po. Den Schmerz, den sie ertragen musste, konnte ich sofort mitfühlen. Faszinierenderweise schlichen diese Enten sowieso nur um Rahel herum. Ob sich da Artgenossen wieder fanden?!? ;- )
„Rottnest Island“ ist eine vor Perth gelegene Insel. „Rottnest“ ist ein holländisches Wort und bedeutet Rattennest. Vor vielen, vielen Jahren strandeten die ersten Siedler auf dieser Insel. Als sie ihre ersten Erkundungen starteten, begegneten ihnen ganz witzige Tiere, die die Holländer für Ratten hielten. Hunderte, tausende von diesen Tieren schlichen herum. Die Insel wurde „Rottnest Island“ getauft. Später fand man heraus, dass diese Tiere keine Ratten abstammende Tiere sondern wegen ihren Beuteln für ihre Kinder den Kangaroo’s ähnlich sind. Heute nennt man diese Tiere „Quokkas“.



Rahel und ich fuhren am Freitag, den 10. Februar 2006 mit der Schnellfähre von Hillary’s Boat Harbour nach Rottnest Island. Bevor wir die Fähre besteigen durften, fassten wir ein Mountainbike, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Dann ging es auf der Insel los. Von einer Bucht zur Anderen radeln. Schnorcheln, herumliegen und unsere Zweisamkeit geniessen. Wisst ihr, das kann recht mühsam werden, immer wieder vom Rad runter steigen, Flossen montieren, Taucherbrille setzen und ins Wasser springen. Darum entwickelte ich den Toni-Rominger-Schnorchel-Stiel.



He, da brauchst du nicht mehr Zeit mit dem Wechsel des Sportequipments zu verschwenden :- ). Ich genoss den letzten, gemeinsamen Ausflugstag mit Rahel enorm.
Am Samstag, den 11.Februar 2006 musste ich von Rahel Abschied nehmen. Das zweite Mal. Ich war traurig. Mit Rahel verbrachte ich wunderschöne drei Wochen. Aber wie es so ist im Leben, alles Schöne hat einmal ein Ende.
So und nun, zum Schluss dieses langen Eintrages verrate ich euch, was ich in den letzten drei Wochen neues erlebte: NICHTS!!! Nachdem Rahel nach Hause flog, begann ich mich für die kommenden Englisch Prüfungen vorzubereiten. Klar war ich zweimal am Surfen oder ging in den Ausgang. Aber darüber grossartig zu berichten, macht keinen grossen Sinn.
Und noch einmal was fürs Allgemeinwissen: Eine Japanerin fuhr mit dem Bus hin und her. Nach wochenlangen Busabenteuern erzählte sie am Tisch: „Es ist faszinierend, wie die Australier freundlich sind. Wenn sie aus dem Bus aussteigen, danken sie oder wenn sie einsteigen, grüssen sie den Buschauffeur mit seinem Namen. Interessanterweise heissen aber alle Buschauffeure Mate?!?“ Mate, werte Leser heisst Kumpel. Wenn die Aussies einsteigen, dann sagen sie zum Chauffeur „Hei Kumpel“. Hier unten ist jeder dein Kumpel! Nur so nebenbei zur Info, damit ihr nicht das Gefühl habt, 1.4 Mio. Bewohner in Perth heissen Mate.
Im Portal gibt es neue Bilder

7.3.06 04:51

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